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Bestehen beim Bau des eigenen Einfamilienhauses Pflichten aus der Baustellenverordnung?

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Der Bauherr trägt als Veranlasser der Bauarbeiten Verantwortung für sein Bauvorhaben, z. B. einen Neubau oder Umbau eines Einfamilienhauses. Deshalb ist er zur Einleitung und Umsetzung der in der Baustellenverordnung verankerten baustellenspezifischen Arbeitsschutzmaßnahmen sowohl bei der Planung der Ausführung eines Bauvorhabens als auch bei der Bauausführung verpflichtet.

Geklärt werden muss zunächst, wer Bauherr im Sinn der Bauordnung ist. Dies kann z. B. auch ein Bauträger sein, von dem ein Einfamilienhaus gekauft wird. Der Bau eines Einfamilienhauses ist ein Bauvorhaben im Sinn der Baustellenverordnung. In jedem Fall müssen die Grundsätze des § 4 Arbeitsschutzgesetz bei Planung und Bauausführung berücksichtigt werden.

Aufgrund der absehbaren Art der Arbeiten beim Bau eines Einfamilienhauses ist in fast allen Fällen davon auszugehen, dass Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber tätig werden, z. B. Beschäftigte eines Nachunternehmers oder Subunternehmers. In den meisten Fällen ist deshalb durch den Bauherrn ein Koordinator nach Baustellenverordnung (in der Praxis oft SiGeKo genannt) zu bestellen, der die sichere Ausführung der Arbeiten bereits ab der Planung der Ausführung koordiniert und eine Unterlage für spätere Arbeiten zusammenstellt.

Einfamilienhäuser unterscheiden sich in Größe, Ausstattung sowie Art und Umfang der auszuführenden Arbeiten. Es ist deshalb zu prüfen, ob der Umfang der Arbeiten die in der Baustellenverordnung genannten Grenzwerte überschreitet - insbesondere, ob mehr als 500 Personentage erforderlich werden. Wenn das der Fall ist, ist eine Vorankündigung an die zuständige Behörde zu übermitteln.

Ein Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan (SiGePlan) ist für Baustellen mit Beschäftigten mehrerer Unternehmer zu erstellen, wenn besonders gefährliche Arbeiten im Sinne der Baustellenverordnung ausgeführt werden - z. B. bei Arbeiten mit einer Absturzhöhe über 7 m - oder wenn aufgrund des Umfanges der Arbeiten eine Vorankündigung übermittelt werden muss.

Bei entsprechender Qualifikation kann ein Bauherr z. B. seinem Architekten auch die Aufgaben des Koordinators nach Baustellenverordnung übertragen. Durch die Vorlage von Zeugnissen, Bescheinigungen oder Referenzen kann sich ein Bauherr von der Eignung eines Koordinators überzeugen


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